Informationen

Kurzfassung

Im Rahmen des „grenzüberschreitenden Kooperationsprogramm INTERREG Slowakei-Österreich“ der EU soll in St. Pölten und Bratislava ein Kompetenzzentrum „Centre of Active Ageing“ (CAA) mit neuesten wissenschaftlichen Therapien und Trainingsmethoden für die alternde Bevölkerung aufgebaut werden.
Darüber hinaus wird in Bratislava ein Neubau für die Aktivitäten des CAA gefördert.

Das CAA-Projekt, das im Einklang mit den österreichischen Gesundheitszielen (R-GZ), dem nationalen Gesundheitsprogramm der Slowakei und der WHO steht, soll die politischen Entscheidungsträger dazu ermutigen, körperliche Aktivität ernst zu nehmen, die Menschen zu motivieren und Möglichkeiten zu schaffen, sie regelmäßig zu praktizieren [1-3].

Ziele des Projektes

  • Erhöhung des Niveaus der körperlichen Aktivität bei 60-80 jährigen Menschen
    • ein neues Aktivitäts- und Präventionsprogramm (SENIOR aktiv)
    • Ausbildung von Senioren und Gerontologen
  • Bau eines neuen Gebäudes in Bratislava
  • Begleitende angewandte Forschung in kleinen Kohorten

Aktuelle Situation

Bewegungsmangel ist eine globales Problem, das nicht nur Morbidität und Mortalität verursacht, sondern auch weltweit eine große wirtschaftliche Belastung darstellt. Unser langfristiges Ziel muss es sein, körperliche Aktivität in unser tägliches Leben zu integrieren [4].

Unter anderem hat eine erhöhte körperliche Aktivität positiven Einfluss auf chronische Schmerzen im motorischen Bereich, minimiert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöht das Selbstwertgefühl und die kognitiven Fähigkeiten, erhält die Mobilität und Unabhängigkeit und hat somit direkte Auswirkungen auf die in der Gesundheit verbrachten Lebensjahre und die direkten und indirekten Gesundheitsausgaben.

Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen würden sich auf die häufigsten Krankheiten, Krankheitstage und Kostenfaktoren in Österreich auswirken:

  • 2,6 Millionen Menschen, die eine langfristige Krankheit oder ein chronisches Gesundheitsproblem haben. z.B. [5]:
    • 1,8 Millionen Menschen mit chronischen Rückenschmerzen
    • 1,3 Millionen Menschen mit Nackenschmerzen
    • 1,5 Millionen Menschen mit hohem Blutdruck
  • 33,9 Millionen verschriebene Medikamentenpackungen [6]
    • 18 Millionen hoher Blutdruck, …
    • 9,6 Millionen Analgetika und entzündungshemmende Medikamente
    • 6,3 Millionen erhöhtes Cholesterin
  • 255,5 Millionen EUR direkte und indirekte Kosten der Gesundheitsversorgung aufgrund von Bewegungsmangel [4]

Projektpartner

Referenzen

  1. Gesundheitsziele Österreich: Richtungsweisende Vorschläge für ein gesünderes Österreich [Internet]. Bundesministerium für Gesundheit und Frauen. 2017
  2. National Health Promotion Programme (Slovakia) – Update [Internet]. Ministry of Health of the Slovak Republic; 2014
  3. Physical activity strategy for the WHO European Region 2016–2025 [Internet]. WHO; 2016.
  4. Ding D, Lawson KD, Kolbe-Alexander TL, Finkelstein EA, Katzmarzyk PT, van Mechelen W, u. a. The economic burden of physical inactivity: a global analysis of major non-communicable diseases. The Lancet [Internet]. 28. Juli 2016; Published online.
  5. Österreichische Gesundheitsbefragung 2014 [Internet]. Statistik Austria; 2015
  6. Daten und Fakten 2016: Arzneimittel und Gesundheitswesen in Österreich [Internet]. Pharmig; 2016